Aktivität und Entspannung: Mittel gegen Schlaflosigkeit

Schlaflosigkeit ist nicht nur unangenehm, sondern kann sich auf Dauer auch negativ auf die Gesundheit auswirken. Mit einigen bewährten Hausmitteln kann man den Schlafproblemen Herr werden.

Probleme beim Einschlafen können die Nerven strapazieren. Betroffene wälzen sich häufig über Stunden im Bett hin und her und fühlen sich am nächsten Morgen nicht im Geringsten entspannt. Wo vorübergehende Schlaflosigkeit eher ein lästiges Phänomen ist, können sich dauerhafte Schlafprobleme zu einem ernsthaften Gesundheitsrisiko entwickeln. Der menschliche Körper benötigt die ausgiebigen Ruhephasen, um wieder zu Kräften zu kommen. Längere Perioden ohne Schlaf bedeuten hingegen Stress und verminderte Leistungsfähigkeit – deshalb wird Schlafentzug unter anderem zu militärischen Übungszwecken benutzt, um Rekruten an ihre psychischen und physischen Grenzen zu bringen. Zu den Nebenwirkungen gehören neben einem permanenten Erschöpfungszustand auch Halluzinationen, erhöhte Reizbarkeit und Aggressivität sowie Muskel- und Gelenkschmerzen. Zudem kann eine gesteigerte Anfälligkeit für Infektionen durch ein geschwächtes Immunsystem bestehen. Aus all diesen Gründen ist Schlafentzug seit langem auch als Foltermethode bekannt.

Es gibt viele Mittel gegen Schlaflosigkeit, die man selbst auf ihre individuelle Tauglichkeit testen kann und die bei leichten bis mittelschweren Schlafstörungen helfen können. So wird Betroffenen verstärkte körperliche Aktivität empfohlen – vor allem dann, wenn man im Alltag nicht in erster Linie körperlich gefordert wird. Wer beispielsweise nach der Arbeit im Büro noch etwas Sport treibt, der kann unter Umständen besser einschlafen. Neben körperlicher Aktivität am Tage können am Abend Entspannungsübungen helfen: Bestimmte Atemtechniken, autogenes Training oder Meditation eignen sich gut, um die nötige Ruhe einkehren zu lassen und den Alltagsstress besser zu bewältigen – nicht selten ist dieser für die Schlaflosigkeit verantwortlich. Zudem hat es sich als hilfreich erwiesen, jeden Morgen zur exakt gleichen Zeit aufzustehen – so gewöhnt man den Körper an einen bestimmten Rhythmus, der einem auch beim Einschlafen zugutekommen kann. Die Lichtverhältnisse in der Wohnung spielen ebenfalls eine wichtige Rolle: Ist man vor dem Zubettgehen eher hellem Licht ausgesetzt, kann dies auf Kosten der Müdigkeit gehen – besser ist gedämpftes Licht, dies fördert die Schläfrigkeit. Viele Menschen schwören außerdem auf eine langweilige Lektüre, bei der einem die Augen "wie von selbst" zufallen. Auf einen laufenden Fernseher während des Einschlaf-Prozesses sollte hingegen verzichtet werden – das flimmernde Licht und der Ton können das Schlafverhalten negativ beeinflussen.

Je nach Intensität der Störungen können die genannten Hausmittel mal mehr, mal weniger helfen – bei anhaltenden Problemen sollte jedoch unbedingt ein Arzt aufgesucht werden. Dieser kann die Ursachen der Schlaflosigkeit diagnostizieren und eine geeignete Therapie verordnen. Die Möglichkeiten reichen dabei von einer medikamentösen Behandlung über alternative Heilmethoden bis hin zur Konsultation eines Psychologen oder eines Psychotherapeuten.