Salz, Pfeffer, Zucker, Curry, Zimt – sie alle geben unserem Essen die Würze. Doch neben diesen bekannten Würzstoffen gibt es auch viele Gewürze auf der Welt, die weniger bekannt sind.
Jedes Land verfügt über ein natürliches Vorkommen an Pflanzen und Gewürzen. Dementsprechend bevorzugt werden diese Gewürze dann in der jeweiligen Küche des Landes. Die Welt der Pflanzen stellt neben herkömmlichen Gewürzen wie Salz und Pfeffer auch nicht ganz so alltägliche Würzmittel zur Verfügung. Exotische Gewürze geben dem Essen nicht nur eine besondere Würze und überraschen den westlichen Esser mit neuen Geschmackserlebnissen, sie haben oft gesundheitliche Vorteile ohne Nebenwirkungen und stehen so vielen modernen Medikamenten in nichts nach.
Anis ist hierfür ein gutes Beispiel. Es ist Gewürz- und Heilpflanze zugleich. Anis hat einen leicht süßlichen Geschmack und wird deshalb oft zum Backen verwendet. Es soll vor allem auf die Verdauung und den Appetit förderlich wirken. Auch Sternanis hat wie sein Namensvetter einen süßlichen Geschmack. Es können viele Fleischgerichte oder Currys mit Sternanis gewürzt werden. Zudem kann man es auch in der Zubereitung von Weihnachtsgebäck wie Lebkuchen verwenden. Sternanis soll heilenden Einfluss auf die Verdauung und die Lungen haben und bei Entzündungen der Atemwege entfaltet ein Sternanis-Tee eine antibakterielle Wirkung.
Ein weiteres Würzmittel mit gesundheitlicher Wirkung und auffälligem Geschmack ist der Ingwer. Auch er hat solch eine entzündungslindernde Wirkung wie Sternanis. Die Pflanze ist den meisten Menschen häufig nur in eingelegter Form als Beigabe zum Sushi bekannt. Doch Ingwer kann sehr vielfältig verwendet werden. Die fruchtig-scharfe Würze findet sich in den verschiedensten Gerichten und kann sowohl als Pulver als auch als frische Pflanze verwendet werden. Ob als Tee oder als kandierte Süßigkeit, Ingwer entfaltet in jeglicher Form seine gesundheitsfördernde Wirkung. Auch der Wasabi, im Westen oft als Meerrettich-Art bekannt, gehört zu den ausgefallenen Würzmitteln. Wasabi ist eine Pflanze, die in wilder Form in der Natur schwer zu finden ist. Zum Würzen werden dabei die Rhizome der Wasabi-Pflanze genutzt. Als Pulver verfeinert es verschiedene Fleischgerichte ebenso wie Snacks wie Nüsse. Besonders jedoch als Paste wird das Gewürz zu vielen Gerichten beigegeben. Der scharfe Würzstoff ist ebenso wie viele andere Gewürze förderlich für die Verdauung. Zudem tötet Wasabi schädliche Bakterien im Darm ab und hat somit für den Körper eine reinigende Wirkung.
Die Liste an fremden Gewürzstoffen ist noch lang. Darunter finden sich einige Ingwergewächse wie Kurkuma und Kardamom, das Nelkengewächs Piment, Zitronengras, Safran oder auch Muskat. Ob scharf, bitter, süßlich oder pikant – die Natur bietet die unterschiedlichsten Pflanzen zum Verfeinern der Mahlzeiten. Die Stoffe wirken förderlich auf die Verdauung, heilen Entzündungen und unterstützen die Organe des menschlichen Körpers bei ihrer Arbeit. Die Welt der Gewürze ist groß und fast jedes Gericht erhält mit dem passenden Gewürz eine besondere Note und kann für die Gesundheit förderlich sein.