Urkunden sind wichtige Dokumente, die bestimmte Sachverhalte rechtlich untermauern. Darüber hinaus gibt es Sporturkunden für Wettbewerbssieger und Spaßurkunden, die man verschenken kann.
Eine Urkunde ist ein Dokument, das einen bestimmten Anspruch festschreibt. Eine Urkunde muss immer ein schriftliches Dokument sein, wobei es auch nach längerer Zeit noch lesbar sein muss. Daher sind die allermeisten Urkunden auf Papier geschrieben beziehungsweise gedruckt. Deshalb gibt es auch zahlreiche Vorlagen für Urkunden im Internet und bei Behörden zu finden. Ob eine Urkunde dann aber auch gültig ist, hängt ganz vom Aussteller und Bestätiger der Urkunde ab. Neben den offiziellen Urkunden gibt es auch solche, die private Sachverhalte dokumentieren, zum Beispiel den Sieg in einem kleinen Sportwettbewerb oder irgendeine persönliche Bekanntmachung, die man mit Vorliebe verschenken kann. Für solche Urkunden, die rechtlich keinen Sachverhalt erfüllen müssen, gibt es ebenso Vorlagen im Internet zu finden, allerdings kann man diese Dokumente auch selber entwerfen, was meistens einen persönlicheren Eindruck macht.
Offizielle Urkunden sind Rechtsdokumente. Sie werden normalerweise von Behörden ausgestellt oder von jemand Befugten beglaubigt, damit sie im Zweifelsfall als Beweis eines bestimmten Sachverhalts dienen können. Sehr wichtige Urkunden über private Geschäfte müssen von einem Notar gegengezeichnet werden. Ein Notar vermerkt alle Urkunden, die von ihm unterzeichnet wurden, in einer sogenannten Urkundenrolle. Diese Urkundenrolle beinhaltet also alle Dokumente, die der Notar beglaubigt hat, daher wird sie in wichtigen Prozessen als Beweismittel eingereicht. Diese Maßnahme soll vor Urkundenfälschung schützen. Urkundenfälschung ist ein bedeutender Strafbestand in Deutschland und kann mitunter zu langjährigen Haftstrafen führen. Dies ist insbesondere dann der Fall, wenn es sich um größere Geldbeträge handelt, um die man mithilfe der Urkundenfälschung jemanden betrogen hat. Dabei handelt es sich um Geldbeträge von mehr als 50.000 Euro. Wenn man in einer Bande Urkunden im großen Stil gefälscht, also organisierte Kriminalität betrieben hat, wird man ebenfalls hart bestraft.
Neben Urkunden über Privatgeschäfte gibt es auch solche, die von Staatsorganen ausgestellt werden. Urkunden von Behörden müssen durch Beamte bestätigt und gegengezeichnet werden. Sie sind meistens mehr oder weniger fälschungssicher aufgebaut, das heißt, man verwendet spezielles Papier oder bestimmte Einprägungen und Einlässe, um diese Dokumente fälschungssicher auszulegen. Sollte man auf solche Dokumente kontrolliert werden, können die Ordnungskräfte schnell erkennen, ob es sich um eine gefälschte Urkunde oder eine richtige handelt. Die Fälschung solcher Dokumente ist meistens ebenso unter Strafe gestellt, wobei diese gefälschten Urkunden den Straftätern oftmals nicht sehr viel Geld bringen. Diese Dokumente bescheinigen viel eher Befähigungsausweise wie Führerscheine oder Personaldokumente wie der Personalausweis. Hochzeiten werden ebenfalls auf dem Standesamt urkundlich beglaubigt. Die Ausstellung dieser Urkunden kostet auch eine kleine Gebühr, wobei dieser Betrag deutlich unter dem Honorar eines Notars liegt.
Neben diesen offiziellen Dokumenten gibt es auch Urkunden, die rechtlich quasi irrelevant sind. Zum Beispiel die Urkunde des Sieges bei der Schulsportmeisterschaft. Diese Urkunden können völlig frei gestaltet werden, wobei viele Vorlagen für Urkunden solcher und ähnlicher Ereignisse häufig im Internet zu finden sind.